Vorwort

von Helmut O. Maucher
Ehrenpräsident der Nestlé AG

Dieses Buch ist in vieler Hinsicht einzigartig. Es ist weder eine Autobiographie, noch ein normaler Roman, noch ein Buch aus dem wirtschaftlichen und unternehmerischen Geschehen, aber es hat von allem etwas.

Auch der Autor ist eine nicht ganz alltägliche Persönlichkeit. Am Ende seiner aktiven Berufszeit war er als Generaldirektor Finanzchef bei Nestlé. Ich hatte ihn seinerzeit eingestellt, da ich jemanden suchte, der mehr ist als Finanzchef und von seiner Persönlichkeit her viele Facetten und Interessen aufweist. Dies ist mir mit Reto Domeniconi in reichlichem Masse gelungen.

Das Buch ist gewissermassen episch angelegt, setzt langsam ein und steigert sich dann zu einem Drama, das an alte menschliche Tragödien erinnert.

Es kommen viele Menschen vor mit sehr unterschiedlichen Charakteristiken, Interessen und Überzeugungen. Der Autor schildert diese Menschen mit grosser Tolerenz (was seiner Einstellung entspricht), aber doch auch mit versteckten erkennbaren moralischen und gesellschaftspolitischen Überzeugungen, zum Teil garniert mit beissendem Witz über Menschen und Beruffstände, die der Verfasser in seinem Berufsleben ausgiebig kennenlernen konnte.

Nicht zu übersehen ist seine Kritik am vorherrschenden Materialismus. Sein Plädoyer für mehr menschliche Wärme (was den etwas seltsamen Buchtitel begründet) kann man fast als rührend bezeichnen und ehrt einen Mann mit seiner beruflichen Erfahrung.

Obwohl die Handlung in einem ländlichen Teil der Schweiz stattfindet, sind die Aussagen in vieler Hinsicht allgemeingültig für unsere westliche Welt und Wirtschaft.

Das Buch ist spannend, kurzweilig, und einfach (aber sicher nicht primitiv) geschrieben. Dem Leser wünsche ich viel Vergnügen bei der Lektüre.

Kritiken und Kommentare

Ironisch, sarkastisch, hoffnungsvoll. Eine Utopie, kein Schlüsselroman. Dennoch: Wer sich wiedererkennt, ist selber schuld. (Maja Löhrer in Bilanz). 

 

Frankfurter Buchmesse 2008.....Neuerscheinungen.....ein Beispiel ist der an literarischem Hintergrund junge Autor Reto Domeniconi, der seine ganz persönlichen Erfahrungen in einer Geschichte verarbeitet hat... Die Lektüre ist unterhaltsam, lehrreich und im besten Sinne moralisch erzählt Domeniconi, doch leicht und dennoch mit Tiefgang....die Einblicke in die erfundene doch reale Vorbilder nicht verleugnende Familiendynasie sind faszinierend zu lesen, der Schreibstil ist flüssig und fesselnd....(Andreas Mettler)

Domeniconi verarbeitet in dieser Geschichte anhand eines fiktiven Familienunternehmens seine eigenen Erfahrungen in den Spitzen der europäischen Konzerne, denen er bis 1996 aktiv in führenden Positionen angehörte und stellt seine Vision dar, wie das Wirtschaftsleben trotz Globalisierung und Konzentration auf materielle Werte verändert werden kann, um eine lebenswerte Zukunft zu schaffen, in der nicht lediglich der Wert eines Menschen und seiner Arbeitskraft in Form von Geldeinheiten und Produktivität zu messen ist. (Literatur und Kultur im 21. Jahrh.)

Ich habe das Buch gerne gelesen und ungern aus der Hand gelegt; die Geschichte hat mich gepackt. Gefallen hat mir auch die Sprache, sie ist nicht abgehoben und das macht die Figuren schweizerisch menschlich....Als stärkste Szene empfinde ich die Trennung von Helen und Peter. In der Vernunft, Konsequenz und Banalität, in der diese vonstatten geht und die sie auszeichnet, liegt eine hoffnungslose realistische Kraft. (Sarah Nigg, Chefredaktorin Arena Alva)

Ich wurde gepackt von Beginn weg von einer klaren, fliessenden Sprache, die feinfühlig strukturiert.......dann aber spüre ich auch eine grosse Kraft im Durchziehen und Durchhalten des Spannungsbogens der Haupthandlung.(Peter Müller, Kreuzlingen)

Bemerkenswert ist, dass der Autor trotz Jahren von Kämpfen mit harten Bandagen in der Finanzwelt ein grosser Idealismus geblieben ist, den er in seinem Buch trefflich zum Ausdruck bringt. (Ratgeber und Tipps)

...freuen sich auf die Neuerscheinungen, wie die Geschichte "Wàrmewerte" von Reto Domeniconi oder Autobiographie von Altbundeskanzler Hellmut Schmidt....(Artikel-Presse-News)

Kein Geld soll mehr die Welt regieren, nur noch Mitmenschlichkeit pur. Das fordern weder der Papst noch Bob Geldorf. Sondern Reto Domeniconi (72), einst Finanzchef und Verwaltungsrat des Multis Nestle und einer der härtesten beim Geld. In seinem Erstlingsroman "Wärmewerte" schafft er das Geld ab, gekauft wird mit menschlichen Wärmewerten. Einst zu hart verhandelt? (Die Welt)

Die Dramaturgie des Buches steigert sich hervorragend, sodass man bis zum Schluss engagiert bleibt. (Dr. Peter Gnos, Zürich)

Ich habe das Buch über das letzte Wochenende gelesen und es hat mich fasziniert.....Gefallen hat mir die Figur der Helen, die trotz ihrer "Verdammung" zur Optik der Hausfrau, Mutter und Mitglied der Gesellschaft  zu einer eigenständig denkenden Person heranwächst.....Der letzte Satz der Vorbemerkungen hat mir wohlgetan: Meine Erfahrungen mit Politikern waren derart, dass auch ich keine Freunde mehr darunter habe. (Helen Pfister-Maguin, Kastanienbaum)

 

Dies ist die dramatische Geschichte eines fiktiven Familienunternehmens, die mit Feinfühligkeit, aber auch beissender Ironie, den Materialismus unserer Zeit brandmarkt und in die Vision einer utopischen Welt mündet, in welcher menschliche Wärme zum wichtigsten Masstab für unser eigenes Verhalten wird.